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Rasender Wahnsinn

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Von Ben Arnold “Hallo Papa. Nicht lange fackeln heute, Gas geben. Fahr 410 km/h!” Diese Anweisung seines 9-jährigen Sohnes Jannes erreicht Jan Fatthauer auf dem Weg nach Papenburg. Dass Kindermund in der Tat Wahrheit kundtut, können wir an dieser Stelle noch nicht absehen. Ich sitze neben dem 9ff- Chef auf dem Beifahrersitz des GT9. Vor einer Stunde sind wir vom Firmensitz in Dortmund aufgebrochen. Vor dem Start hat mir Jan die jüngsten Kampfspuren vorgeführt. Der GT9 trägt sie so selbstbewusst und würdevoll zur Schau wie ein Boxer die platt gehauene Nase und Blumenkohlohren. Die großflächige Unterbodenverkleidung aus Holz und Carbon weist am vorderen Ende Abschürfungen auf. “Zu Beginn hatten wir bei 350 km/h so viel Abtrieb, dass die Front den Asphalt küsste.” Anschließend zeigt er uns hinten links Spuren eines behobenen Lackschadens: “Die exorbitante Leistung führte dazu, dass uns bei einer Messung auf dem Rollenprüfstand unbemerkt die Hinterräder durchdrehten. Dadurch überhitzte ein Reifen und platzte. Karosserie und Motor wurden von der sich ablösenden Lauffläche schwer in Mitleidenschaft gezogen. Die Reparatur warf uns ganz schön zurück.”


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